Handlung
Während er verschiedene Posen in seiner Wohnung einnimmt, richtet sich [Haindl] an ein imaginäres Publikum, seine Reden reichen von trotzig bis reumütig. Jede zeigt eine andere Seite seiner Persönlichkeit, vom politischen Nörgler bis zum Dichter im Schlapphat. Seine Monologe befassen sich mit den üblichen Vorurteilen, etwa gegen Frauen und Ausländer, und keiner lässt sich auf einen einzigen kohärenten Standpunkt reduzieren. Gemeinplätze werden mit Widersprüchen und Selbstironie qualifiziert, und seine Tirade schwenken gelegentlich in Richtung ernsthafter Analyse ab. Der Pandämonium-Zustand, der die österreichische Seele charakterisiert, wird als ein Labyrinth der Rhetorik dargestellt. –Dominik Kamalzadeh



