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SUMMARY:Formen der Wirklichkeit
LOCATION:Der Stöbich am Taubenmarkt
DESCRIPTION:Formen der Wirklichkeit: Von Becher bis Kandl Das Fotobuch ist weit mehr als ein gedrucktes Archiv\, es ist ein eigenst&auml\;ndiges k&uuml\;nstlerisches Medium. Keine andere Str&ouml\;mung hat die visuelle Kultur der Gegenwart wohl so nachhaltig gepr&auml\;gt wie die legend&auml\;re &bdquo\;Becher-Schule&ldquo\;. Gegr&uuml\;ndet von Bernd und Hilla Becher an der Kunstakademie D&uuml\;sseldorf\, etablierte sich hier ein radikal neuer Blick auf die Welt: k&uuml\;hl\, sachlich\, pr&auml\;zise\, streng konzeptionell. Unter dem Titel&nbsp\;Formen der Wirklichkeit: Von Becher bis Kandl&nbsp\;widmet sich diese Ausstellung bedeutenden Publikationen dieser Epoche und sp&uuml\;rt einer fundamentalen Frage nach: Wie viel Realit&auml\;t steckt im fotografischen Dokument? Die gezeigten Monografien von Bernd und Hilla Becher\, Thomas Struth\, Andreas Gursky und Thomas Ruff bilden den Kern. Ihre B&uuml\;cher dokumentieren urbane R&auml\;ume\, Gesichter und globalisierte Landschaften in pr&auml\;zisen Serien. Sie fangen die Spuren der Wirklichkeit ein\, entwickeln sie aber im gedruckten Buch zu visuellen Monumenten unserer Zeit weiter. Die Ausstellung erweitert diesen Blick bewusst um vier wegweisende Grenzg&auml\;nger\, welche den Diskurs der D&uuml\;sseldorfer Schule spiegeln und herausfordern:&nbsp\;Joachim Brohm\, ein Pionier der deutschen Farbfotografie aus der Essener Folkwang-Tradition\, antwortet auf die strenge Industriearchitektur der Bechers mit einer farbintensiven\, atmosph&auml\;rischen Alltagswirklichkeit.&nbsp\;Thomas Demand\, der an der D&uuml\;sseldorfer Akademie Bildhauerei studierte\, treibt das Prinzip des Dokuments schlie&szlig\;lich an seine konzeptionelle Grenze. Seine B&uuml\;cher zeigen keine Spuren der realen Welt\, sondern die perfekte Fiktion: Fotografien von lebensgro&szlig\;en\, rekonstruierten Papiermodellen. Michael Schmidt. Als Solit&auml\;r der Berliner Fotografie verweigerte er sich der dichten Perfektion der D&uuml\;sseldorfer. Seine Fotob&uuml\;cher sind raue\, politische und zutiefst emotionale Erkundungen von Br&uuml\;chen und historischen Traumata. Leo Kandl erweitert diesen Diskurs aus einer spezifisch &ouml\;sterreichischen Tradition heraus. In seinem wegweisenden Fotob&uuml\;chern "Wiener Runden" bzw. &bdquo\;Weinhaus&ldquo\; widmet er sich mit einem zutiefst humanistischen\, unaufgeregten Blick den Menschen und dem Alltag am Rande der Gro&szlig\;stadt. Bei Kandl wird die Kamera zu einem Werkzeug der leisen Ann&auml\;herung\, das die Grenze zwischen Dokumentation und intimer N&auml\;he auslotet. Formen der Wirklichkeit: Von Becher bis Kandl zeigt\, dass das fotografische Dokument niemals objektiv ist. Im Bl&auml\;ttern und Vergleichen dieser Buchkunstwerke wird sichtbar\, wie die Wirklichkeit in den letzten f&uuml\;nfzig Jahren seziert\, gef&uuml\;hlt\, hinterfragt und schlie&szlig\;lich v&ouml\;llig neu konstruiert wurde. Gezeigt werden in Summe 18&nbsp\;Publikationen.
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